Schlagwort Nr.: 1862
Titel: Akosmismus
Zusatz: Dieses Schlagwort befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.
Kommentar: Der Ausdruck Akosmismus, aus den griechischen Wörtern a (nicht) und kosmos (Welt), bezeichnet keine eigeständige Lehre, sondern eine kritische Charakterisierung von Philosophien, Weltanschauungen und Religionen als "weltlos" oder "weltverneinend". Explizit wurde diese Bezeichnung im deutschen Idealismus verwendet, etwa bei Fichte, der sich zwar als Akosmisten, nicht aber als Atheisten bezeichnet wissen wollte.
Innerhalb der katholischen Theologie wurden akosmistische Konzepte u. a. von Franz Anton Staudenmaier (1800-1856) zurückgewiesen. Staudenmaier bezeichnete diese Konzepte als "falsche Ideenlehre" und stellte ihnen ein christlich-theistisches System entgegen, in dem weder die Welt in Gott, noch Gott in der Welt aufgelöst werde.
Literatur:

LACHNER, Raimund, Staudenmaier, Franz Anton, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 10 (1995), Sp. 1235-1241, in: www.bbkl.de (Letzter Zugriff am: (Letzter Zugriff am: 28.07.2016))

FRANZ, Albert, Akosmismus, in: Lexikon für Theologie und Kirche3 1 (1993), Sp. 293 f.

Online seit: 29. Januar 2018
Empfohlene Zitierweise:
Akosmismus, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 1862, URL: <www.pacelli-edition.de/Schlagwort/1862> (Datum 20. Juni 2018)
Letzte Änderung: 29. Januar 2018
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Dokument Nr. 18562 - Nuntiaturbericht
Ausfertigung rekonstruiert nach Entwurf - Pacelli an Merry del Val - 1926-03-18