Schlagwort Nr.: 1723
Titel: Aschendorff-Verlag
Kommentar: Der 1720 gegründete Aschendorff-Verlag publizierte neben Zeitungen vor allem theologisch-philosophische Schriften und Bistumspublikationen wie Gesang- und Gebetbücher.
1720 übernahm Wilhelm Aschendorff nach bestandener Meisterprüfung den Buchladen seines Vaters in der Bergstraße 5 in Münster. Dieses Jahr gilt gleichzeitig als Gründungsdatum der Unternehmensgruppe Aschendorff. Zwar erhielt Wilhelm Aschendorff vom Münsteraner Fürstbischof Clemens August von Bayern 1726 das Privileg "Hofbuchbinder und Verleger" zu sein, allerdings verfügte der Verlag über keine Druckpresse. Dies änderte sich erst 1762, als Anton Wilhelm Aschendorff, der Sohn Wilhelm Aschendorffs, vom Münsteraner Domkapitel die Erlaubnis erhielt, eine eigene Druckerei zu betreiben. Diese Genehmigung ermöglichte u. a. die Publikation von Zeitungen wie die der 1763 in Leben gerufenen Wochenzeitung "Münsterisches Intelligenzblatt". 1804 übernahm Johann Hermann Hüffer, der Enkel des Verlagsgründers, die Leitung des Familienunternehmens. 1855 wurde seinem Sohn, Edurd Hüffer, die Leitung des Verlags übertragen. In seiner Amtszeit von 1855-1899 wuchs das Unternehmen stark an. Von 1899 bis zur Enteignung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1937 wurde das Unternehmen von einer Doppelspitze mit den beiden Söhnen Eduard Hüffers, Friedrich und Anton, geführt. In ihre Amtszeit fällt auch die 1902 erfolgte Gründung der theologischen Zeitschrift "Theologische Revue".
Literatur:

HAUNFELDER, Bernd, 250 Jahre Druckhaus Aschendorf 1762-2012, Münster 2012.

Online seit: 29. Januar 2018
Empfohlene Zitierweise:
Aschendorff-Verlag, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 1723, URL: <www.pacelli-edition.de/Schlagwort/1723> (Datum 20. Juni 2018)
Letzte Änderung: 29. Januar 2018
Verknüpfte Dokumente (2)
Dokument Nr. 16222 - Weisung
- Gasparri an Pacelli - 1926-05-25
Dokument Nr. 16047 - Nuntiaturbericht
Ausfertigung - Pacelli an Gasparri - 1926-05-31