Schlagwort Nr.: 1065
Titel: Abtei St. Hildegard Rüdesheim am Rhein
Kommentar: Die Abtei St. Hildegard wurde in den Jahren von 1900 bis 1904 errichtet, führt sich jedoch auf die mittelalterliche Klostergründung Hildegard von Bingens in Eibingen im Rheingau zurück. Nachdem diese Abtei durch die Säkularisation 1803 aufgehoben worden war, entfalteten sich im Laufe des 19. Jahrhunderts Bestrebungen, das Kloster Eibingen wiederzubeleben. Am 2. Juli 1900 erfolgte schließlich die Grundsteinlegung für das neue Kloster auf der Anhöhe über Eibingen durch den Erzabt Placidus Wolter aus Beuron. Am 17. September 1904 bezogen die ersten Benediktinerinnen, 12 Schwestern aus der Abtei St. Gabriel in Prag, das neu errichtete Kloster. Es wurde zur Abtei erhoben und erhielt alle Rechte und Privilegien des alten, von Hildegard von Bingen gegründeten Konvents. 1908 wurde die Klosterkirche geweiht und die bisherige Priorin, Regintrudis Sauter, zur Äbtissin konsekriert. Die Zahl der Schwestern stieg in den folgenden Jahren stetig. Den Ersten Weltkrieg und die Wirren der Nachkriegszeit überstand die Abtei unbeschadet. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg konnte der Ostflügel des Klostergebäudes mit dem Noviziatstrakt und dem Kapitelsaal fertiggestellt werden. 1941 wurde die Klosteranlage von den Nationalsozialisten zweckentfremdet und aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten die Benediktinerinnen ins Kloster zurück.
Literatur:

Benediktinerinnenabtei St. Hildegard, in: http://www.abtei-st-hildegard.de (Letzter Zugriff am: 11.01.2011) .

Eibingen (Abtei St. Hildegard), in: http://www.orden-online.de (Letzter Zugriff am: 11.01.2011) .

Online seit: 02. März 2011
Empfohlene Zitierweise:
Abtei St.Hildegard Rüdesheim am Rhein, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 1065, URL: <www.pacelli-edition.de/Schlagwort/1065> (Datum 20. November 2017)
Letzte Änderung: 28. Februar 2012
Verknüpfte Dokumente (1)
Dokument Nr. 9563 - Nuntiaturbericht
Ausfertigung - Pacelli an Gasparri - 1918-06-06